Cellulite. Orangenhaut. Who cares?

First things first: Cellulite ist völlig normal und keine Krankheit! ⁠

Bei Cellulite handelt sich um eine Veränderung der Hautstruktur, die in Form von Dellen sichtbar ist. ⁠Sie tritt hauptsächlich an Oberschenkeln, Oberarmen, Hüfte und am Popo auf. ⁠Die Auslöser für Cellulite können vielfältig sein. Vor allem die individuelle Veranlagung spielt eine entscheidende Rolle.  ⁠Um zu verstehen, wie Cellulite überhaupt entsteht, muss man sich die Haut genauer ansehen. Diese ist in 3 Schichten unterteilt, welche essentiell für die Cellulite Entstehung sind. ⁠Die unterste Schicht, auch Subcutis genannt, setzt sich aus lockerem Bindegewebe zusammen. Dort befinden sich Bindegewebs Kammern, die zum Teil mit Fettzellen gefüllt sind und das Subkutangewebe bilden. Das Fettgewebe unter der Haut schützt vor Wärmeverlust und dient als Nährstoffspeicher. Der Fettanteil in der Subcutis ist individuell und hängt von Faktoren wie Geschlecht oder Körperzusammensetzung ab.⁠ Ein wichtigster Baustoff für das Bindegewebe sind Kollagenfasern. Sie sorgen dafür, dass das Bindegewebe straff und elastisch bleibt. Bei Frauen sind Kollagenfasern parallel nebeneinander angeordnet und beinhalten dehnbare Zwischenräume. Bei einem schwachen Bindegewebe können sich die Fettzellen aus dem Subkutangewebe durch die Kollagenfasern durchzwängen und werden an der Oberfläche sichtbar. So kommen die typischen Hautdellen zustande, die als Cellulite betitelt werden.  ⁠

Kollagen: was steckt dahinter? 

Kollagen ist ein Protein von großer Bedeutung: Bei Kollagen handelt es sich um das wichtigste Strukturprotein des Körpers. Ungefähr ein Drittel der gesamten Proteinmenge im Körper besteht aus verschiedenen Typen von Kollagen. Haut, Organe wie Lunge und Herz, Blutgefäße, Knorpel, Knochen, Sehnen, Bänder und Gelenke: das Kollagen hält alles zusammen. Kollagen beschreibt eine ganze Familie von Proteinen, von denen aktuell 28 verschiedene Arten bekannt sind: 57% von Kollagen besteht aus folgenden 3 Aminosäuren: 

  • Glycin 33% 
  • Prolin 12% 
  • Hydroxyprolin 10%

 Bei Cellulite kommt es zu Rissen im Kollagen Netzwerk der Haut. Anschließend kann der Stoffwechsel die Lücken nur unzureichend reparieren. Die neuen Stränge sind häufig zu kurz, um die Löcher auszufüllen. Es entstehen die charakteristischen Wellen, Dellen und Streifen. 

Wie stark Cellulite ausgeprägt ist, lässt sich in drei 3 Stufen unterteilen:⁠

Grad 1 : Es sind Dellen auf der Haut zu sehen, wenn man diese mit den Händen zusammendrückt.⁠

Grad 2: Cellulite ist sichtbar, wenn man entspannt steht ohne zu kneifen oder unter bestimmten Lichtverhältnissen.⁠

Grad 3: Dellen sind deutlich sichtbar.⁠

Was sich noch zu diesem Thema auf jeden Fall sagen lässt: 

Cellulite ist gesundheitlich unbedenklich und unter Frauen ein weit verbreitetes Phänomen. ⁠Die Werbeindustrie hat sich die Bekämpfung der Cellulite zur Aufgabe gemacht & möchte Frauen das falsche Selbstbild vermitteln, dass Cellulite wahnsinnig unästhetisch ist. ⁠Aber auch falsche Bescheidenheit spielt eine Rolle. Frauen trauen sich oft einfach nicht, sich selbst und auch anderen gegenüber einzugestehen, dass ihre Figur schön ist. So verankert sich das Bild des mangelhaften, eigenen Körpers.⁠Diese negativ behafteten Glaubenssätze sind oft nur schwer aus unseren Köpfen rauszubringen. ⁠Aber lasst uns daran arbeiten und zum Glück ändert sich auch das "Idealbild" der schönen Frau langsam. ⁠Um für euch selbst eine Veränderung geschehen zu lassen, macht euch zunächst bewusst, woher die Selbstzweifel überhaupt kommen. ⁠Zeigt auch euren wunderschönen Körper in der Öffentlichkeit und habt keine Sorge über Blicke oder Lästereien. ⁠

Und nun klären wir noch ein paar Mythen über das Cellulite Thema auf: 

Cellulite kann ausschließlich mit Sport verschwinden?

Nööö! ⁠Durch ein gezieltes Training kann der Stoffwechsel aktiviert, das Fett abgebaut und die Muskulatur gestärkt und gestrafft werden. Cellulite kann man dadurch sicherlich reduzieren, aber nicht ganz wegzaubern.⁠

Schlanke Frauen haben keine Cellulite. ⁠

Das stimmt definitiv nicht. 98% aller Frauen haben Cellulite und somit auch schlanke Frauen. Übergewicht kann Orangenhaut allerdings zusätzlich fördern.⁠

Man kann davon ausgehen, dass man selbst betroffen ist, wenn die Mutter auch mit Cellulite zu kämpfen hat.⁠

Falsch. ⁠Cellulite ist auf jeden Fall stark genetisch bedingt. Wenn die eigene Mutter von Cellulite betroffen ist, heißt das jedoch nicht zwingend, dass es bei euch gleich stark ausgeprägt ist. Das genetische Muster kann nämlich auch verändert werden und ist, wie schon erwähnt, nicht der einzige Grund für die unbeliebten Dellen in der Haut.⁠

Männer können auch Cellulite bekommen. ⁠

Das stimmt teilweise. Fakt ist, dass das Bindegewebe von Männern anders aufgebaut ist, als jenes der Frauen. Die Fasern des Bindegewebes der Männer verlaufen wie ein Netz und sind viel stabiler als die Fasern des weiblichen Bindegewebes. Dieses ist parallel angeordnet und somit instabiler.⁠

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